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Neco Çelik
Regie

Neco Çelik wurde 1972 in Berlin geboren und arbeitete von 1993 bis 2008 als Medienpädagoge im Jugendzentrum »Naunynritze« in Berlin-Kreuzberg. In den beiden Folgejahren war er außerdem am Ballhaus Naunynstraße als Hausregisseur tätig.

Neco Çelik führte bereits bei zahlreichen Filmen Regie und schrieb teilweise auch deren Drehbuch, wie im Fall des fiktiven Dokumentarfilms »36 qm Stoff« aus dem Jahr 1997. Für den Episodenspielfilm »Urban Guerillas« erhielt er 2004 den Publikumspreis beim Filmfestival Türkei-Deutschland in Nürnberg und bei den Würzburger Filmtagen. Weitere Erfolge waren die im ZDF ausgestrahlte Reportage »Kreuzberger Nächte« (2006) und die 3sat-Dokumentation »Ganz oben« (2007). Neben mehreren Kurzfilmen (etwa »Gettopump« 1999 und »Hinter der Tür« 2004) führte Neco Çelik zudem Regie für Fernsehen (»Alltag« 2002) und Kino (»Auf niedriger Flamme« 2006).

Neben seiner Arbeit für Film und Fernsehen übernahm Neco Çelik auch die Regie verschiedener Theater- und Opernproduktionen, so etwa 2006 für das Theaterstück »Schwarze Jungfrauen« von Feridun Zaimoglu (Maxim Gorki Theater). Für diese Inszenierung erhielt Neco Çelik bereits eine Nominierung für den Mülheimer Dramatikerpreis. Darüber hinaus wurde seine Regiearbeit für »Gegen die Wand«, die Oper zum gleichnamigen Film von Fatih Akin, 2011 mit dem Deutschen Theaterpreis »Der Faust« in der Kategorie »Kinder- und Jugendtheater« ausgezeichnet. Weitere Produktionen Neco Çeliks waren 2007 »Romeo & Julia« und »Ausgegrenzt«, 2008 »Invasion!« und im Ballhaus Naunynstraße »Gazino Arabesk«, wo er im Folgejahr auch »Nathan Messias« inszenierte. Erneut Aufsehen erregte, wiederum im Ballhaus Naunynstraße, seine Stückentwicklung mit İmran Ayata »Liga der Verdammten«. In der Saison 2014/15 inszenierte er am Stadttheater Pforzheim Moliérs »Der eingebildete Kranke« sowie am Schauspielhaus Bochum sein erstes Tanztheaterstück »Ruhm« mit der Company Renegade in Residence.

Neco Çelik lebt in Berlin.